- Proteste
aus Deutschland gegen staatliche Gewaltanwendung in Oaxaca
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- Pressemitteilung von
promovio e.V. – Freitag, 16. Juni 2006, 18.00h
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- Deutsche
Menschenrechtskoordination Mexiko protestiert gegen staatliche
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Gewaltanwendung
in Oaxaca
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- Die Deutsche
Menschenrechtskoordination Mexiko, ein Zusammenschluss von 15
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Institutionen und
Organisationen, verurteilt das gewaltsame Vorgehen der
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lokalen Autoritäten
im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca vom vergangenen
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Mittwoch, 14. Juni, gegen
die Bewegung aus Gewerkschaften, sozialen und
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indigenen Organisationen.
In einem Schreiben vom gestrigen Tag an den
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Präsidenten Mexikos,
Vicente Fox Quesada, reklamiert die
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Netzwerkkoordinatorin
Teresa Ávila im Namen des Zusammenschlusses, dass in
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Mexiko nach wie vor
Gewalt angewendet wird, um sozialen Konflikten zu
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begegnen. Angesichts der
Tatsache, dass Mexiko im neu geschaffenen
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Menschenrechtsrat der UNO
den Vorsitz inne hat, sei besonders zu bedauern,
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dass die internationalen
Verpflichtungen, die das Land unterzeichnet und
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ratifiziert hat,
systematisch nicht erfüllt werden.
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- Die
Menschenrechtskoordination hatte schon am 9. Juni diesen Jahres ein
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Schreiben an den
Gouverneur von Oaxaca geschickt. In dem Schreiben wurde
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Ulises Ruiz Ortíz
und seine Regierung im Bundesstaat Oaxaca aufgefordert,
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den aktuellen Konflikt
mit der Lehrerschaft friedlich und auf dem
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Verhandlungsweg zu lösen.
Aufgrund des Versuchs von Polizeieinheiten am
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vergangenen Mittwoch, den
Sitzstreik der Demonstrierenden in der Hauptstadt
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des Bundesstaates unter
massivem Einsatz von Polizeieinheiten gewaltsam
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aufzulösen, wendete
sich die Koordination nun direkt an den Präsidenten
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Mexikos. Das Schreiben,
das auch an die mexikanische Presse sowie
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Parlamentarier und
staatliche Stellen gesendet wurde, nimmt auch Bezug auf
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die Polizeieinsätze
in San Salvador Atenco, einer Gemeinde nahe
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Mexiko-Stadt. Dort kam es
Anfang Mai im Rahmen einer Auseinandersetzung
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zwischen ca. 300
Protestierenden und 3000 Sicherheitskräften zu einem
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brutalen und
unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt gegen
Demonstrierende
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und unbeteiligte
BürgerInnen sowie zu massiven Menschenrechtsverletzungen.
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Der Fall hat in den
vergangenen Wochen auch international für Aufmerksamkeit
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gesorgt. Bezüglich
der Festnahme, Misshandlung und Ausweisung von drei
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Frauen aus
EU-Mitgliedsstaaten im Rahmen des Polizeiüberfalls stellte der
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Europa Abgeordnete Tobias
Pflüger inzwischen eine mündliche Anfrage für die
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Fragestunde der
Europäischen Kommission während der Juli-Tagung 2006.
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- Bericht
über die Missbilligung aus Deutschland – erste indirekte
Vermittlung
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zwischen
Regierung und Protestierenden
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- Die mexikanische
Zeitung „La Jornada“ berichtet in ihrer heutigen Ausgabe
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vom 16. Juni von den
Protesten der Deutschen Menschenrechtskoordination
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Mexiko.
(http://www.jornada.unam.mx/2006/06/16/014n1pol.php).
Weiter wird
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dort darüber
informiert, dass die Regierung 10 Lehrer auf freien Fuß
gesetzt
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habe, die im Rahmen der
gewalttätigen Auseinandersetzung am Mittwochmorgen
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verhaftet worden waren.
Auch die Lehrer sollen 6 Polizisten und 2
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mutmaßliche
Mitarbeiter von Geheimdiensten freigelassen haben, die am
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Mittwoch als Geiseln
genommen worden waren. Unter Vermittlung des
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Untersekretärs der
mexikanischen Regierung kam es zwischen der Spitze der
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Lehrergewerkschaft und
dem Gouverneur von Oaxaca inzwischen zu einer
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Vermittlung, wobei kein
direktes Zusammentreffen stattfand. Seitens der
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Regierung von Oaxaca soll
zugesagt worden sein, dass die Haftbefehle gegen
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25 Führungspersonen
des Protests ausgesetzt würden. Ebenso sei die
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Staatsanwaltschaft damit
beauftragt worden, die Schäden, die durch
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Polizisten bei der
Zerschlagung des Sitzstreiks entstanden waren, finanziell
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auszugleichen –
einschließlich der zerstörten Ausrüstung des freien
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gewerkschaftlichen
Senders „Radio Plantón“ und der Inneneinrichtung
in den
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Gewerkschaftshäusern.
Die gewerkschaftlichen, sozialen und indigenen
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Organisationen haben
entschieden, weiterhin zu streiken und auch den
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Sitzstreik im Zentrum
Oaxacas nicht aufzulösen. Für den morgigen 17. Juni
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ist eine dritte große
Demonstration geplant, in der erneut der Rücktritt des
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Gouverneurs von Oaxaca,
Ulises Ruíz Ortíz, gefordert werden soll.
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- Aktuelle
Informationen auf Spanisch aus verschiedenen Quellen sowie Bilder
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und Videos über die
Auseinandersetzung finden sich auf der mexikanischen
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Website von Indymedia
unter
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http://mexico.indymedia.org/tiki-index.php?page=DesalojoOaxaca.
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- Dresden, 16. Juni
2006, 18.00h,
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- Eberhard Raithelhuber
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- promovio e.V. –
Verein zur Förderung der indianischem Menschenrechtsbewegung
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in Oaxaca/ Mexiko
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- Original
des Schreibens der Deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko vom
15. Juni 2006 an den mexikanischen Präsidenten:
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- Lic. Vicente Fox
Quesada
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- Presidente de los
Estados Unidos Mexicanos
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- Residencia Oficial de
“Los Pinos”
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- Col. San Miguel
Chapultepec, México,
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- D.F. México
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- München,
Deutschland, 15. Juni 2006
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- Sehr
geehrter Herr Präsident der Vereinigten Mexikanischen Staaten,
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- wir grüßen
Sie und wenden uns aufgrund unserer Bestürzung über das
aktuelle
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Geschehen in Oaxaca an
Sie.
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- Am 9. Juni dieses
Jahres hat die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko
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einen Brief an den
Gouverneur von Oaxaca, Lic. Ulises Ruíz Ortíz
geschickt,
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in dem wir ihn gebeten
haben, den Konflikt mit der Lehrerschaft in diesem
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Bundesstaat auf dem
Verhandlungsweg zu lösen. Wie Sie wissen, befinden sich
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die Lehrer seit dem 23.
Mai in einem Sitzstreik auf dem Hauptplatz und den
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umliegenden Straßen
von Oaxaca-Stadt. In unserem Appell an den Gouverneur
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haben wir dargelegt, dass
seine Verwaltung weder durch die Kriminalisierung
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noch durch Drohungen, die
Verträge zu kündigen oder die Gehälter zu kürzen,
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den Konflikt lösen
kann. Außerdem haben wir ihn aufgefordert, auf den
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Einsatz von
Sicherheitskräften zu verzichten.
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- Wir wenden uns nun an
Sie, um unsere vollständige Ablehnung der Entscheidung
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des Gouverneurs Ulises
Ruíz auszudrücken, der am 14. Juni den Einsatz von
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mindestens 3000
Polizeikräften befohlen hat, um den Sitzstreik der Lehrer
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mit Gewalt zu räumen.
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- Unseren Informationen
nach erlitt eine Lehrerin eine Fehlgeburt, weil sie
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von den Polizisten, die
an der Räumung beteiligt waren, geschlagen wurde.
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Den Informationen der
Lehrerschaft zufolge starben bei dem Einsatz sechs
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Personen, unter ihnen
zwei Kinder. Es wird von 92 Verletzten gesprochen,
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unter denen sich auch
Kinder befinden, die mit ihren Eltern, die als Lehrer
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an dem Sitzstreik
beteiligt waren, auf der Straße schliefen. Außerdem
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berichten
Menschenrechtsorganisationen von der Existenz einer Liste, nach
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der es 30 Schwerverletzte
gibt.
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- Uns haben
Informationen erreicht, dass während der Räumung Lehrer
geschlagen
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wurden und dass man von
einem Hubschrauber aus Tränengasbomben auf sie
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abgeschossen hat. Auch
wurde uns mitgeteilt, dass die Polizei Waffen und
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Drogen im Haus der
Lehrerschaft „versteckt“ habe, um mit ihrer Entdeckung
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durch die Polizei die
Lehrer zu kriminalisieren. Im Gebäude der
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Lehrergewerkschaft
zerstörte die Polizei die Ausrüstung von „Radio
Plantón“
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(„Sitzstreik-Radio“),
ein freies Gemeinschaftsradio. Die Lehrerinnen und
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Lehrer versichern, dass
sie in diesem Gebäude mit Waffen bedroht worden
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seien und dass man ihnen
ihre Wertgegenstände und Geld geraubt habe.
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- Herr Präsident,
wir missbilligen entschieden, dass in Ihrem Land die lokalen
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Autoritäten
Gewaltanwendungen nutzen, um soziale Konflikte zu lösen. Es ist
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Ihre Pflicht, diese
Situation der sozialen Unruhe zu beenden. Wir bedauern,
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dass man sich in Mexiko
den Konflikten mit der Bewegung aus Gewerkschaften,
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sozialen und indigenen
Organisationen nicht annimmt, sondern die
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Verpflichtungen, die Ihre
Regierung bei der Unterschrift internationaler
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Abkommen eingegangen ist,
systematisch nicht erfüllt. So z.B. die Universale
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Menschenrechtserklärung,
besonders Artikel 3 und 12, Artikel 3, 9, 19, 21,
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22 des Internationalen
Abkommens über bürgerliche und politische Rechte, das
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Mexiko 2002 ratifiziert
hat, sowie Artikel 2 der Erklärung der
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Internationalen
Arbeitsorganisation im Hinblick auf die Prinzipien und
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Grundrechte der Arbeit
sowie ihre Verbreitung, die 1998 angenommen wurde.
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- Wir bedauern, dass
ausgerechnet in Mexiko, dem Land, welches dem neuen
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Menschenrechtsrat der UNO
vorsteht, massive Polizeieinsätze stattfinden, wie
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jene im Mai in Atenco und
nun in Oaxaca.
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- Herr Präsident,
wir fordern Sie aufgrund der Rolle, die ihnen das
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mexikanische Volk
verliehen hat, dazu auf:
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dass Sie unverzüglich die Mittel ergreifen, um diese
Gewaltwelle
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durch die
Sicherheitskräfte zu beenden
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dass Sie die notwendigen Mittel ergreifen, um die
friedliche
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Lösung der sozialen
Konflikte zu garantieren, wobei die Verhandlung der
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Forderungen der Lehrer in
Oaxaca und der sozialen Organisationen, die diese
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unterstützen,
bevorzugt werden sollte
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dass Sie die physische, psychische und moralische
Integrität der
-
Verhafteten garantieren
sowie derer, die weiterhin auf dem Hauptplatz in
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Oaxaca-Stadt
demonstrieren. Wir fordern, dass die fundamentalen
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Menschenrechte aller
respektiert werden, besonders die bürgerlichen und
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politischen Rechte zur
freien Meinungsäußerung, auf persönliche Sicherheit,
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auf Versammlungsfreiheit,
auf friedliche Zusammenkunft, auf
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gewerkschaftliche
Freiheit und auf kollektive Verhandlung
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dass Sie den drohenden Einsatz der Policia Federal
Preventiva
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(PFP) in Oaxaca
verhindern
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dass Sie eine gründliche Untersuchung der Gewalttaten
anordnen
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und dass die
Gewaltanwendungen bestraft werden
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dass Sie die Sicherheit der Menschenrechtsbeobachter
garantieren,
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die ihre Präsenz in
Oaxaca angekündigt haben, um die
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Menschenrechtsverletzungen
zu dokumentieren, die während des Einsatzes
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bekannt wurden.
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- Wir werden uns an die
internationale Gemeinschaft, an die europäischen
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Autoritäten und an
die UNO wenden, um über diese ernste Lage zu informieren.
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- Ich hoffe auf Ihre
Antwort auf unser Ersuchen und verabschiede mich im Namen
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unseres
Menschenrechtsnetzwerkes hochachtungsvoll,
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- Teresa Avila
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Koordinatorin
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- Mit Kopie an: Lic.
Jorge Franco Vargas, Innenminister der Regierung von
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Oaxaca; Herr Bulmaro Rito
Salinas, Präsident der Großen Komission des
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Abgeordnetenhauses
Oaxacas, Herr Dr. Eberhard Kölsch, Botschaft der
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Bundesrepublik
Deutschland in Mexiko, Botschafter Jorge Castro-Valle Kuehne,
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Botschaft der Vereinigten
Mexikanischen Staaten in Deutschland,
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Menschenrechtskomission
des Deutsche Bundestages
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